Ewald Riedelmayer – ARGOnaut von 2000 bis 2008

30 Jahre – Ewald Riedelmayer und das kulturelle Hoppala

„Als ich die Einladung bekommen habe, meine Geschichte zu ARGO zu formulieren, musste ich lachen, weil mir sofort ein paar lustig-skurrile Geschichten eingefallen sind: Der Change bei Austrian Technik, bei dem ich im Pool landete, der erste Abel WS mit den Teilnehmern in Feierlaune, die Forstinger Gruppen und auch ein Teilnehmer einer Prinzhorn-Gruppe, der mir ein selbstgemaltes Bild am letzten Tag überreichte (es hängt immer noch in meinem Homeoffice) – aber ihr wolltet ja nur EINE Geschichte!

Im Rahmen eines Change Projektes für die Firma Möller, heute Teil des Energiemanagementunternehmen Eaton, verbrachte ich in meinen Anfangsjahren als Trainer immer wieder eine Woche in Shanghai, um mit den chinesischen Partnern von Möller die Ideen einer neuen Zusammenarbeitsqualität zu reflektieren und zu erarbeiten… Kulturreflexion auf Englisch, ohne Back-Up, ein aufregendes Arbeiten!

Nach 2 Workshops hatten die asiatischen Teilnehmer ausreichend Vertrauen zu mir aufgebaut, dass sie mir von einem nicht unwesentlichen Übersetzungsfehler erzählten: „Cultural Change“ war in Mandarin mit „Kulturrevolution“ übersetzt worden.

Plötzlich verstand ich, warum sich die Teilnehmenden anfangs nur sehr zögerlich auf dieses Projekt einließen! Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, habe ich die folgenden Workshops gemeinsam mit einer chinesischen Trainerin als Dolmetscherin durchgeführt – und viel über die Verbindung von Sprache, Geschichte und kulturelle Sensibilität gelernt!

Das Vertrauen wuchs weiter, das Projekt verlief ausgesprochen erfolgreich, „We keep power under control“ wurde Teil des Markenauftritts von Möller.“

An Bord der ARGO gilt die Regel: Mut findet Respekt. Da passieren Fehler, entscheidend ist es, wie man damit umgeht!