Beatrice Kubalek – ARGOnautin im Office seit 2009

30 Jahre – Beatrice Kubalek über Sorgen und Chancen

„Als ich vor knapp 17 Jahren meine Lehre zur Bürokauffrau bei der ARGO begann, wurde mir von Anfang an offen gesagt, dass es nur die Möglichkeit gäbe, die drei Lehrjahre zu absolvieren, jedoch keine Übernahme vorgesehen sei. Diese Möglichkeit gibt es in einer kleinen Organisation wie ARGO nicht und sei letztlich auch in meinem Sinne, da sich mir in einem neuen beruflichen Umfeld andere Chancen bieten würden und ich dort nicht weiterhin als „Lehrling“ wahrgenommen werde.

Umso überraschter war ich, als mich Dieter Bernold kurz vor dem Ende meiner Lehrzeit in sein Büro bat und mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte, in der Finanz bei der ARGO zu arbeiten – mit ihm als direktem Vorgesetzten.

Im ersten Moment war ich völlig sprachlos. Damit hatte ich wirklich überhaupt nicht gerechnet, da ich immer davon ausgegangen war, dass meine Zeit hier nach drei Jahren enden würde. Dieter bat mich, mir über das Wochenende Gedanken zu machen, und erwähnte nebenbei, dass ich ein Einzelbüro bekommen würde, um mich besser konzentrieren zu können.

Man kann sich vorstellen, wie mein Wochenende aussah. Allerdings war es nicht das neue Aufgabengebiet, das mich beunruhigte oder nervös machte – es war der Gedanke an das sogenannte Einzelbüro. Für viele klingt das im ersten Moment sicher spannend, für mich war es jedoch der absolute Horror. Ich bin ein Mensch, der andere um sich braucht. Absolute Ruhe hilft mir überhaupt nicht beim Konzentrieren – ich brauche Bewegung und Leben um mich herum 🙂

Am Montag ging ich also zu Dieter und teilte ihm meine Entscheidung mit: Ich würde wahnsinnig gerne bei der ARGO bleiben und die Finanz rocken, hätte aber wirklich ein Problem mit dem Einzelbüro. Seine Reaktion war ganz entspannt:
„Na gut, dann probieren wir es eben so, und du bleibst einfach bei den Mädels im Backoffice.“

Mein einziger Gedanke: Und dafür habe ich mir das ganze Wochenende sorgenvoll den Kopf zerbrochen?

Rückblickend war Dieter oft erstaunt, wie gut ich trotz des teilweise chaotischen Umfelds – mit Telefonen, Gästen und Trainern, die gerade etwas brauchten – arbeiten konnte. Doch es hat funktioniert.

Ich war und bin sehr dankbar für diese Chance und das Vertrauen in mich, auch wenn ich nach der Karenz meiner beiden Töchter schließlich wieder im Office in der Projektassistenz gelandet bin 🙂“

 

ARGO bedeutet Chancen geben und Stärken berücksichtigen, alles andere wäre doch völlig unsinnig! 😉