„Vermutlich könnte ich für jeden Tag im Jahr eine Geschichte über die ARGO finden. Faschingsdienstag 2023 ist mir dabei jedoch besonders in Erinnerung geblieben. Immer wieder kam aus dem Team der Wunsch auf, die Consultants wieder häufiger persönlich zu sehen und bewusst Zeit miteinander zu verbringen – vor allem weil wir zu diesem Zeitpunkt noch mit den Nachwehen von COVID beschäftigt waren und der Suche nach dem berühmten „neuen Alltag“. Es war aber deutlich: Mein Team hatte einen Wunsch, der erfüllbar sein sollte.
Und so geschah an einem Dienstagabend etwas sehr Unerwartetes: Plötzlich wurde unser Büro zum Tatort. Nichtsahnend trafen die ARGOnauten zu einem netten Get-together ein – schließlich hatte der Märchenprinz persönlich die Einladungen verschickt. Und dann das: Zwerg Nr. 7 wird ermordet, mitten auf unserem Seminarraumtisch aufgefunden. Was folgte, war eine akribische Tatrekonstruktion, unerbittliche Zeugenbefragungen und die immer größer werdende Gewissheit: Der Täter ist unter uns.
Um es vorwegzunehmen: Wir konnten den Täter leider nicht überführen. Aber vielleicht entdeckt man ja auf den Fotos zu dieser Geschichte jemanden, der besonders verdächtig lächelt? 😉
Alles in allem hatten wir ein wirklich einzigartiges Teambuilding.
Aber, aus dem Nähkästchen geplaudert, die Vorbereitung war nicht ohne. Es fiel auf Marie, unsere fleißige Studentin, einen toten Zwerg zu basteln (eine Aufgabe, die sie sicher kein zweites Mal in ihrem Berufsleben bekommen wird). Und schließlich mussten auch die Rollen vorab verteilt werden: Dass Dieter Bernold die Goldmarie wurde, lag auf der Hand. Auch Frau Holle, die ihm im ARGO-Alltag stets zur Seite steht, war mit Silvia Potel schnell gefunden. Aber wen macht man zur bösen Stiefmutter? Wen zur Hexe? Und wer übernimmt die Rollen des Geschwisterpaars Hänsel und Gretel? Dann sprang auch noch die Idealbesetzung des Märchenprinzen, Bernhard Gattermeyer, kurzfristig ab. Wer sollte ihn denn bitte in einer Rolle vertreten, die gefühlt maßgeschneidert für ihn war? Nicht zu vergessen: das tapfere Schneiderlein. Diese Rolle fiel auf Matthew Strauss, und allein durch den Background „7 auf einen Streich“ hatte er sich quasi selbst auf die Liste der Hauptverdächtigen gesetzt. Zufall? Oder doch ein allzu offensichtliches Märchenmotiv? Die Diskussionen darüber hielten sich hartnäckig, und vor allem Rotkäppchen brachte überzeugende Argumente. Die Uhr tickte dahin und irgendwann musste sogar ich mich damit abfinden: Es ist okay, dieses Problem nicht gelöst zu bekommen.
Am Ende war es aber genau dieses Improvisieren, dieses gemeinsame Lachen, Rätseln und Rollenwechseln, das den Abend so besonders gemacht hat. Kein perfektes Drehbuch, kein überführter Täter – dafür Zeit miteinander, neue Erinnerungen und die Erkenntnis, dass ARGO mehr ist als Projekte und Termine.“
ARGO bedeutet gelebten Unternehmensalltag: Wir leben, was wir lehren, wir machen Fehler und verbessern uns, wir vernachlässigen das, was wir wissen und erarbeiten es uns wieder, wir haben Konflikte und bearbeiten sie – seit 30 Jahren. Diese Erfahrung erzeugt Verständnis und Perspektive und ist wertvoller Teil unserer Arbeit.